Jahresabschlusstour der Zeller UL-Freunde nach Spitzerberg
Eigentlich hatten wir Zeller UL-er ja ganz andere Pläne. Von
langer Hand vorbereitet von unserem Heinz, wollten wir noch ein
weiteres bzw. letztes Mal für 2005 nach Italien. Ziel Elba. Aber
nur ein ganz kleiner Kreis. So richtig auf gemütlich und ohne viel
Organisations- und Reservierungsaufwand. Alle Zeller waren spontan
begeistert von Heinzens Idee. Zu begeistert. Denn flux waren da 17
Maschinen gemeldet und der arme Heinzi wollte und konnte zu keinem nein
sagen. Die Reise war für den 14.-16. Oktober geplant. Das Wetter
entwickelte sich auch prächtig. Aber so schwer es uns auch fiel,
wir sagten die Reise ab. Trotz so mancher Unkenrufe. Wir mussten
lernen, dass solche Reisen um diese späte Jahreszeit, mit solch
unterschiedlichen ULs und unterschiedlicher Flugerfahrung einfach zu
riskant sind. Wir Zeller haben noch viele Reisen vor und wir
möchten als kameradschaftlicher, gemütlicher und sicherer
Haufen gelten.
Also gabs eine Woche – sprich zum Ersatztermin – eine Alternativreise.
Unser Motto war, in wesentlich kleinerem Kreise flexibel sein und
spontan der Wetterlage entsprechend entscheiden können. Und so war
es dann auch. Am Samstag- Morgen, 22.10. wartete eine kleine aber feine
Schar auf unsere Routen-Entscheidung. Mit von der Partie waren: Eckhard
Bayer auf seiner Tecnam, Ernst Ries auf seiner Faszi, Hannes Wazlawik
auf seiner RF5 und Heinz Aigner und Hannes Walcher auf der Dynamic des
UL Club Niederöblarn.
Die Sehnsucht zog uns Richtig Italien. Bis in die Gegend von Mazarack
wäre es vielleicht möglich. Also entschieden wir uns, den
weiteren Weg in der Luft zu entscheiden. Erstes Ziel waren die drei
Zinnen in den Südtiroler Dolomiten.
Die Reise ging über den Felber Tauern. Das Wetter war
zufrieden stellend. Bei den drei Zinnen angelangt, entschieden wir uns
aufgrund der Wetterentwicklung nicht weiter nach Süden sondern
nach Osten in Richtung Kärnten weiter zu fliegen. Wir landeten
schließlich in Wolfsberg. Ernst und Eckhard landeten beinahe
gleichzeitig. Was ja grundsätzlich nichts besonderes wäre,
hätten sie nur dieselbe Landerichtung gewählt. Hannes Waz.
meinte, sie sollen ruhig an der Zirkus-Nummer weiterarbeiten, war doch
alles auf der sicheren Seite.
Ernst meine dazu nur: „Ach Gottchen…!“ Eckhard sagte gar nichts, denn
er hatte schon wieder Stress mit Tanken, Essen usw.
Nun ging es ans Planen der weiteren Route. Leider war das Wetterfenster
sehr klein. Hannes Wal. bekam aus unerklärlichen Gründen
großen Wein-Durst. Damit war die Richtung vorgeben. Punitz
(Zweigelt) war offen. Spitzerberg (grüner Veltliner) lag im Nebel.
Also ab in Richtung Rotwein. In letzter Sekunde erfuhren wir von Harald
Ullmann, dass sich der Nebel am Spitz ein wenig gelichtet hat. Also
dann doch Richtung Kellergasse. Der abendliche Flug mit Start in
Wolfsberg, nördlich an Graz vorbei, über das steirische
Hügelland hin zum Wechsel war schön. Hannes aber nicht

.
Nun wurde die Sicht doch zusehends schlechter. Also unter dem Motto
„von nun an geht’s bergab“ runter auf Mindestflughöhe und zwischen
Neusiedlersee und Leithagebirge bei gerade noch ausreichender Flugsicht
nach Spitz. Diesmal landeten alle in derselben Landerichtung. Unsere
Spitzerberger Freunde Hari, Luzi und Annelies empfingen uns herzlich.
Nach reichlich Fliegerlatein und nach dem Einchecken (die Zimmer am
Spitz sind herrlich günstig) gings ab zum Heurigen. Lange Rede –
kurzer Sinn: Es war einfach nett und für uns Älpler bzw.
Nordländer eine willkommene Abwechslung. Unübertroffen die
Gastfreundschaft der IKARUS Kollegen.
Der nächste Morgen war wieder gezeichnet von Nebel (innen und
außen). Als abwarten. Obmann Peter Geibel beehrte uns noch und
war wie immer voller neuer Ideen. Schließlich war uns das Wetter
gnädig und wir schlichen unter einer tiefen Wolkendecke Richtung
Südwesten, um noch rechtzeitig vor dem Semmering der Sonne
entgegen zu steigen. Ab Semmering war es wie immer eine „gmahde Wiesn“.
In Niederöblarn wurde gelandet. Hannes Walcher bleib gleich auf
seiner UL-Club Homebase und die anderen flogen heim nach Zell.
Da es Ernst und Eckhard wie immer nicht eilig hatten (schön)
organisierte Barbara noch tags darauf zum Ausklang einen deftigen
Hüttenabend auf der Ebenbergalm.
Ach Gottchen, diese Österreicher. Es war schön.
Hannes Walcher
Ein besonder Dank gebührt Hari Ullmann und seiner Frau Luzi, die
sich in aufopfernder Weise um uns gekümmert hatten und
natürlich auch Anneliese und der Kathi aus der Kantine für
ihren Charme